Israel genehmigt an den Schekel gekoppelten Stablecoin

Die israelische Kapitalmarkt-, Versicherungs- und Sparbehörde hat die Einführung des Stablecoins Bits of Gold Shekel (BILS) genehmigt, der an den israelischen Schekel gekoppelt ist. Die lokale Kryptowährungsbörse Bits of Gold wird den Coin ausgeben.
Die Genehmigung erfolgte nach einer zweijährigen Pilotphase des Tokens auf der Solana-Blockchain. Laut Mitteilung der Aufsichtsbehörde wird der Stablecoin durch Reserven auf separaten Konten gedeckt sein. Die Aufsichtsbehörde legt die Bedingungen für die Stablecoin-Verwahrung, das Verfahren für die vorzeitige Auszahlung von Token durch Nutzer sowie das Berichtsformat des Emittenten fest.
„BILS wird Echtzeitzahlungen, Blockchain-Handel und die Entwicklung programmierbarer Finanzanwendungen auf Basis einer regulierten nationalen Währung ermöglichen“, sagte Youval Rouach, CEO von Bits of Gold, anlässlich der Einführung des Tokens.
BILS ist derzeit der einzige behördlich zugelassene Stablecoin, der an den israelischen Schekel gekoppelt ist. Zuvor gab es Berichte, dass das amerikanische Unternehmen Fireblocks einen an den Schekel gekoppelten Stablecoin testet, doch die Entwicklung des Projekts wurde nicht weiter bestätigt. Parallel zu Bits of Gold testet die Bank von Israel einen digitalen Schekel.
In Israel gelten strenge Vorschriften für Kryptowährungen. Nur lizenzierte Unternehmen dürfen mit ihnen handeln, eine begrenzte Anzahl von juristischen Personen kann eine Genehmigung erhalten, und Börsen unterliegen den Gesetzen zur Bekämpfung der Geldwäsche. Kryptowährungen sind in Israel kein gesetzliches Zahlungsmittel, Transaktionen mit ihnen sind jedoch steuerpflichtig.
Im Dezember kündigte die Bank von Israel an, die Anforderungen an Emittenten von Stablecoins zu verschärfen. Konkret müssen diese künftig Reserven schaffen und halten, die ausreichen, um das gesamte Emissionsvolumen der Stablecoins mit hochliquiden Vermögenswerten wie Staatsanleihen oder Bankeinlagen vollständig abzudecken.
