Matt Hougan: Der Iran-Konflikt wird Bitcoin zu einer Doppelrolle verhelfen

Matt Hougan, Investmentdirektor von Bitwise, sagte, geopolitische Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran könnten die Rolle von Bitcoin im Finanzsystem stärken.
Seinen Angaben zufolge wurde Bitcoin bisher hauptsächlich als Alternative zu Gold betrachtet, die aktuelle Situation deutet jedoch auf die Möglichkeit hin, dass er als „alternative Währung“ eingesetzt werden könnte.
„Wenn Bitcoin eine Doppelrolle einnimmt – als Wertspeicher wie Gold und als Währung –, müssen wir unser Kursziel möglicherweise nach oben korrigieren. In einem Kontext, in dem Finanzkanäle als Druckmittel eingesetzt werden, wird Bitcoin zu einer unpolitischen Alternative“, bemerkte Hougan.
Er fügte hinzu, dass Bitcoin, wenn es in beiden Funktionen weit verbreitet eingesetzt würde, den Goldmarkt mit einer Marktkapitalisierung von 34 Billionen Dollar übertreffen könnte.
Hougan wies zudem auf das wachsende Interesse an Kryptowährungen angesichts von Kapitalbeschränkungen und Sanktionsdruck hin. In solchen Situationen kann Bitcoin nicht nur als Anlagegut, sondern auch als Instrument finanzieller Flexibilität genutzt werden und ermöglicht so die Überwindung traditioneller Infrastrukturbarrieren.
Gleichzeitig ist er der Ansicht, dass eine breite Akzeptanz den Ausbau der Infrastruktur, mehr regulatorische Transparenz und eine geringere Volatilität erfordert. Ohne diese Voraussetzungen ist es verfrüht, von einem vollwertigen Wettbewerb mit Fiatwährungen zu sprechen.
Matt Hougan wies zuvor darauf hin, dass sich der aktuelle Bitcoin-Zyklus aufgrund einer Änderung der Eigentümerstruktur des Vermögenswerts von früheren Zyklen unterscheidet.
