Nabiullina sprach über die staatliche Kontrolle digitaler Rubel-Transaktionen.

Die Gouverneurin der russischen Zentralbank, Elvira Nabiullina, räumte ein, dass der digitale Rubel für die staatliche Kontrolle von Geldtransaktionen notwendig sei. Dies betreffe Ausgaben im Rahmen von Regierungsaufträgen, betonte die Zentralbankchefin. Den Wunsch, Zahlungen zwischen Privatpersonen zu kontrollieren, bezeichnete Nabiullina als Mythos.
Laut offiziellen Angaben unterscheiden sich russische Transaktionen mit dem digitalen Rubel hinsichtlich der Transparenz nicht von solchen mit dem herkömmlichen Rubel. Die neue, dritte Form der Landeswährung ermögliche jedoch eine automatisierte Kontrolle und mache die manuelle Überprüfung bestimmter Dokumente überflüssig, erklärte der Zentralbankchef auf einer Pressekonferenz zum Leitkurs.
Der Chef der russischen Zentralbank versicherte erneut, dass die Aufsichtsbehörde die Russen nicht zur Nutzung des digitalen Rubels zwingen werde – weder zur Eröffnung von Konten noch zur Verwendung der digitalen Währung der Zentralbank für Zahlungen.
„Es wird auch Leute geben, die es nicht nutzen wollen, und das ist völlig normal“, sagte Nabiullina.
Die Zentralbank hofft, die neue Währungsform „für die Bürger so benutzerfreundlich wie möglich“ zu gestalten, damit sie sich letztendlich dafür entscheidet, so ein Sprecher. Zu diesem Zweck beabsichtigt die Bank von Russland, die Vorteile des digitalen Rubels häufiger zu kommunizieren und den Bürgern ab September die Möglichkeit zu geben, die Vorzüge der neuen russischen Währung selbstständig zu bewerten.
Zuvor hatte die Zentralbank der Russischen Föderation aktualisierte Regeln für den Zugang zum digitalen Rubel für Unternehmer und Privatpersonen genehmigt und damit das Verfahren zur Kontoeröffnung präzisiert.
