Banking Circle wird Stablecoin-Transaktionen aufnehmen

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Der europäische Finanzsektor passt sich den neuen technologischen Standards der MiCA-Verordnung an. Die in Luxemburg ansässige Banking Circle hat die Funktionalität ihrer Systeme offiziell erweitert und bietet nun Stablecoin-Abrechnungen für institutionelle Gegenparteien an. Dies wurde durch den Erhalt einer Lizenz als Anbieter von Kryptowährungsdienstleistungen von der luxemburgischen Finanzaufsichtsbehörde Mitte April ermöglicht. Die Kunden der Bank können nun regulierte Transaktionen durchführen und dabei die Vorteile digitaler Token und traditioneller Fiatwährungen kombinieren.

Die Modernisierung der Infrastruktur hat die Stabilität wichtiger Vermögenswerte wie Circles USDC und Paxos' USDG verbessert. Die Bank entwickelt zudem weiterhin ihren eigenen, an den Euro gekoppelten Token EURI. Die aktuelle Erweiterung der Kapazitäten übertrifft den ursprünglichen Start der digitalen Dienstleistungen im August 2024 deutlich. Das Management der Bank sieht Stablecoins als natürliche Weiterentwicklung des Bankwesens, die notwendig ist, um Kosten zu senken und grenzüberschreitende Zahlungen zu beschleunigen.

Die Größenordnung der Geschäftstätigkeit von Banking Circle unterstreicht die Bedeutung dieser Innovationen. Heute betreut die Bank über 750 Finanzinstitute und Handelsplattformen.

Das jährliche Transaktionsvolumen über die Infrastruktur des Unternehmens übersteigt 1,5 Billionen Euro bzw. rund 1,7 Billionen US-Dollar. Der Einsatz von Blockchain-Lösungen ermöglicht wiederum ein automatisiertes Liquiditätsmanagement.

Der Wettbewerb auf dem regulierten Markt für digitale Währungen in der EU nimmt weiter zu. Die französische Société Générale entwickelt über ihre Tochtergesellschaft SG-FORGE seit 2023 den Stablecoin EURCV. Die Integration des Dollar-Assets in gängige Wallets hat den Zugang zum regulierten Markt ermöglicht. Die Schweizer Sygnum Bank führte Anfang 2025 die Unterstützung für Euro-Token ein. Parallel dazu arbeitet ein Zusammenschluss von zwölf Banken, darunter ING und UniCredit, am Projekt Qivalis, dessen Start für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant ist.

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