Märkte

Die Fed setzt Bitcoin- und traditionelle Märkte unter Druck

Höhere Zinsen und höhere Inflation: Die Märkte reagieren zurückhaltend auf die jüngsten Nachrichten aus Washington. Auch Bitcoin gibt Prozente ab. Das Marktupdate.

Die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) hat nach jahrelanger Niedrigzinspolitik erstmals wieder eine Erhöhung des Leitzinssatzes ins Auge gefasst. In Washington verkündete die Fed am gestrigen 16. Juni ihre Zinsprojektion, nach der der Leitzins im Jahr 2023 in zwei Schritten um insgesamt 0,5 Prozentpunkte angehoben werden soll. Damit ist ein Ende der lockeren Geldpolitik in Sicht, die die Fed im Zuge der Corona-Krise unter anderem durch eine Senkung des Leitzinses auf 0 – 0,25 Prozent sowie monatliche Käufe von US-Staatsanleihen und Hypotheken-gesicherten Wertpapieren in Höhe von 80 Milliarden US-Dollar manifestiert hat. Die Fed will an dieser Politik der quantitativen Lockerung festhalten, “bis weitere substanzielle Fortschritte in Richtung der Ziele für maximale Beschäftigung und Preisstabilität erzielt worden sind”. Allerdings hat Fed-Chef Jerome Powell ein Ende der massiven Anleihenkäufe zumindest angedeutet: Man denke darüber nach, ob man über ein Ende der Anleihenkäufe reden solle, so Powell sinngemäß in einer Pressekonferenz zur Fed-Projektion.


Fed bemüht sich um Zerstreuung von Inflationssorgen

In den Stunden nach der Bekanntgabe verzeichneten nicht nur die US-Aktienindizes Nasdaq und S&P500, sondern auch Gold und der Krypto-Markt um die Leitwährung Bitcoin Kursverluste. Gegenüber dem US-Nachrichtensender CNBC erklärt James McCann, stellvertrender Chef-Volskwirt beim Investment-Unternehmen Aberdeen Standard Investment:

Das ist nicht das, was der Markt erwartet hat. Die Fed signalisiert nun, dass die Zinsen früher und schneller steigen müssen, wobei ihre Prognose zwei Erhöhungen im Jahr 2023 vorschlägt. Diese Änderung der Haltung passt ein wenig zu den jüngsten Behauptungen der Fed, dass der jüngste Anstieg der Inflation nur vorübergehend ist.

Tatsächlich hat die US-Zentralbank die Inflationserwartung für Ende 2021 auf 3,4 Prozent angehoben. Während der Pressekonferenz räumte Powell ein, dass die Inflation höher als erwartet ausgefallen sei. Dies sei jedoch maßgeblich auf Branchen zurückzuführen, deren Lieferketten von der Pandemie besonders betroffen sind. Sollte sich die Inflation entgegen der Erwartung der Fed weiter verschärfen, könnte das Wertspeichern wie Bitcoin und Gold in die Karten spielen.


Bitcoin-Kurs im Niemandsland

Zu Redaktionsschluss handelt Bitcoin mit 39.227 USD rund 3,2 Prozent unter dem Niveau vom Vortag. Damit bewegt sich BTC noch oberhalb des exponentiell gleitenden Mittelwerts der letzten 20 Tage (EMA20). Dieser bildet einen wichtigen Support für einen erneuten Anlauf auf die 40.000 USD. Allerdings wäre es noch verfrüht, von einer bullishen Entwicklung zu reden, denn noch hat es BTC nicht geschafft, über den EMA200 (40.905 USD) auszubrechen.

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Bitcoin-Kurs, EMA20 (rot) und EMA200 (blau)

Die wahrscheinlichsten bullishen beziehungsweise bearishen Szenarien für den Bitcoin-Kurs erfahrt ihr in der aktuellen Bitcoin-Analyse.



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Eine Quelle: btc-echo.de

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