Großbritannien wird Stablecoins in das Zahlungssystem einführen.

Bild

Die südkoreanische Zentralbank wird die Digitalisierung des Won beschleunigen.

Das britische Finanzministerium hat eine Strategie zur Reform des Zahlungsverkehrssektors vorgestellt. Die Behörden planen, die Regulierung traditioneller Dienstleistungen, Stablecoins und tokenisierter Einlagen in einem einheitlichen Rechtsrahmen zusammenzuführen.

Die Behörde wird einen Gesetzesentwurf ausarbeiten, der die Arbeit von Unternehmen, die Stablecoins für Zahlungen nutzen, vereinfachen soll. Die Aufsicht über die Ausgabe und Verwendung solcher Währungen im Zahlungsverkehr wird an die Finanzaufsichtsbehörde (FCA) übertragen.

Finanzministerin Lucy Rigby erklärte, die Initiative werde zur Modernisierung des Finanzsystems und dessen Anpassung an die Blockchain-Technologie beitragen. Sie betonte, die Regierung sehe das „transformative Potenzial“ digitaler Vermögenswerte für die Veränderung der Interaktion zwischen Unternehmen und Verbrauchern.

Die Reform wird sich auch auf folgende Bereiche auswirken:

  • Regulierung von Zahlungen, die von KI-Agenten getätigt werden;
  • Erweiterung der Befugnisse der FCA im Bereich Open Banking;
  • Entwicklung tokenisierter Großhandelssysteme.

Zur Unterstützung des Sektors stellt die Regierung dem Zentrum für Finanzen, Innovation und Technologie eine Million Pfund zur Verfügung. Chris Woolard, ehemaliger kommissarischer Leiter der FCA, wird die Entwicklung tokenisierter Systeme beaufsichtigen.

CoinCover-Vertreter Anthony Jung erklärte gegenüber The Block, dass der Fokus auf Stablecoins den Bedürfnissen institutioneller Anleger entspreche. Er betonte jedoch, dass für eine breite Akzeptanz der Technologie neben einem regulatorischen Rahmen auch eine zuverlässige Infrastruktur zur Vermögensspeicherung entscheidend sei.

Das Finanzministerium wird in Kürze eine Konsultation zur Reform von E-Geld-Dienstleistungen einleiten. Die Regierung erhofft sich, dass diese Änderungen Großbritannien zu einem globalen Zentrum für Finanzdienstleistungen machen werden.

Südkorea will die Einführung von CBDCs beschleunigen

In seiner Antrittsrede skizzierte der neue Chef der Bank von Korea, Hyun Sung-sin, die Prioritäten für die Entwicklung des Finanzsektors. Zu den Schwerpunkten zählen der Start der zweiten Phase des Hangang-Projekts und die Teilnahme an der internationalen Agora-Initiative.

Die Aufsichtsbehörde plant, den Einsatz digitaler Zentralbankwährungen (CBDCs) und Depot-Token auszuweiten. Laut dem Leiter der Behörde ist dies notwendig, um das Währungssystem an die digitale Transformation anzupassen.

Die Pläne der Zentralbank umfassen auch die Internationalisierung des Won. Zu diesem Zweck beabsichtigen die Behörden, den Devisenmarkt auf einen 24-Stunden-Betrieb umzustellen und ein Offshore-Abwicklungssystem einzurichten. Dadurch soll die Infrastruktur internationalen Standards entsprechen.

Besonderes Augenmerk wird auf die Risiken für den Nichtbankensektor und die Auswirkungen von Technologien der künstlichen Intelligenz auf den Arbeitsmarkt und die Produktivität gelegt. Der Zentralbankgouverneur betonte, dass KI bereits begonnen habe, die Wirtschaftslandschaft zu verändern und neue analytische Ansätze erfordere.

Um die Finanzstabilität zu gewährleisten, wird die Aufsichtsbehörde die Überwachung von Marktindikatoren verstärken und den Zugang zu Daten über außerbilanzielle Transaktionen von Finanzinstituten erweitern. Dies wird dazu beitragen, Bedrohungen angesichts der durch geopolitische Konflikte verursachten hohen Volatilität genauer einzuschätzen.

Zur Erinnerung: Im April warnte die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich davor, dass viele Stablecoins eher als Anlageinstrumente denn als Zahlungsmittel fungieren.

No votes yet.
Please wait...

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *