Indien weitet die Verwendung von E-Rupien in der Sozialhilfe aus, während die BRICS-Gespräche eskalieren.

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Indien weitet die Nutzung der digitalen Währung seiner Zentralbank, der E-Rupie, aus, indem es Teile seines Sozialversicherungssystems über gezielte Pilotprogramme abwickelt, während die politischen Entscheidungsträger auch eine breitere Rolle für digitale Währungen im BRICS-Block in Betracht ziehen.

Die indische Zentralbank (Reserve Bank of India) betreut rund zehn Pilotprogramme zur Integration der elektronischen Rupie in staatliche Sozialleistungen. Ziel dieser Programme ist es, Missbrauch zu reduzieren und die Transparenz der Subventionsverteilung in Sektoren wie Landwirtschaft und Ernährungssicherheit zu verbessern.

Im Dorf Phulenagar in Maharashtra erhalten Landwirte programmierbare Subventionen, die bis zu 80 % der Kosten für die Tröpfchenbewässerung abdecken. Diese Gelder können nur über bestimmte Anbieter verwendet werden, um Missbrauch einzudämmen. Parallel dazu zielt ein groß angelegtes Pilotprojekt in Gujarat darauf ab, bis Juni rund 7,5 Millionen Haushalte zu erreichen, die Anspruch auf subventionierte Lebensmittel haben. Dabei sollen digitale Geldtransfers die Nutzung des Programms ausweiten.

Trotz dieser Bemühungen bleibt die Nutzung insgesamt gering. Die elektronische Rupiah hat mittlerweile rund 10 Millionen Nutzer erreicht, gegenüber etwa 7 Millionen Anfang des Jahres. Das gesamte Transaktionsvolumen seit der Einführung im Dezember 2022 beträgt jedoch nur etwa 3,6 Milliarden US-Dollar. Dies liegt weiterhin unter dem Volumen der Unified Payments Interface (UPI), die monatlich Transaktionen im Wert von rund 300 Milliarden US-Dollar abwickelt.

Zu den bisherigen Versuchen, die Akzeptanz zu steigern, gehörte die Überweisung der Gehälter von Mitarbeitern großer Banken auf CBDC-Wallets, wodurch die Anzahl der täglichen Transaktionen im Dezember 2023 vorübergehend auf über 1 Million anstieg. Dieses Aktivitätsniveau konnte nicht aufrechterhalten werden.

BRICS-Pläne für digitale Währungen und politische Risiken

Indiens Tests im Inland fallen zeitlich mit den Diskussionen der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) über die grenzüberschreitende Integration digitaler Zentralbankwährungen (CBDC) zusammen. Die indische Zentralbank (Reserve Bank of India) hat vorgeschlagen, diese digitalen Währungen zu verknüpfen, um den Handel zu vereinfachen und die Abhängigkeit vom US-Dollar im Vorfeld des BRICS-Gipfels 2026 zu verringern.

Dieser Vorschlag birgt geopolitische Risiken. Präsident Donald Trump hatte zuvor vor möglichen Zöllen für Länder gewarnt, die nach Alternativen zum Dollar suchen. Die USA haben zudem Zölle auf indische Importe erhoben, die teilweise mit dem Energiehandel mit Russland zusammenhängen, was ein vereinbartes Währungssystem der BRICS-Staaten erschwert.

Verschärfung des Kampfes gegen kryptowährungsbezogene Datenverkehrsnetzwerke

Dies folgt einem früheren Bericht, in dem indische Behörden einen mit Kryptowährungsbetrug in Verbindung stehenden Menschenhändlerring zerschlugen. Das Central Bureau of Investigation (CBI) verhaftete einen in Mumbai ansässigen Verdächtigen, der beschuldigt wird, die Überführung von Opfern in betrügerische Anlagen in Myanmar ermöglicht zu haben.

Die Ermittler berichteten, dass die Opfer mit gefälschten Stellenangeboten angelockt und über Bangkok nach Myawaddy gebracht wurden. Dort wurden sie gezwungen, sich an Online-Betrug zu beteiligen, darunter Krypto-Investitionsbetrug und andere Machenschaften.

Siehe auch: Indien verschärft Vorgehen gegen Menschenhändlerring hinter Kryptobetrügereien

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