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Strafe: BitMEX zahlt 100 Millionen US-Dollar, um Prozess beizulegen

Bitmex ist einer der größten Bitcoin-Futures-Marktplätze der Welt. Doch kam das Unternehmen immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt. Die Konsequenzen zeigen sich nun.

Dass Kryptowährungs-Börsen nicht fernab jedes Gesetzes stehen, erlebt dieser Tage nicht nur Binance, sondern aktuell auch die Futures-Börse BitMEX. 2014 gründeten Arthur Hayes, Ben Delo, Samuel Reed das Unternehmen, mit Sitz auf den Seychellen. Nun bezahlt das Unternehmen die happige Strafsumme von 100 Millionen US-Dollar, um einen Prozess mit einer Behörde zu beenden. Der Futures-Händler verpasste es in der Vergangenheit, seine Kunden sorgfältig zu prüfen. Für die Anmeldung waren teilweise nur eine E-Mail-Adresse und ein Passwort nötig. Von “kenne deinen Kunden” keine Spur.


Von Gesetzes wegen hätte BitMEX seine Nutzer jedoch genauer unter die Lupe nehmen müssen. Bereits in der Vergangenheit wurde die Firma von US-amerikanischen Behörden dazu angehalten, amerikanischen Marktteilnehmern den Zugang zu BitMEX Produkten zu verweigern. Da die Firma jedoch nicht viel Wert darauf legte, ihre Kunden zu prüfen, waren unter den BitMEX-Nutzern auch Amerikaner. Es folgte eine behördliche Klage und in der Konsequenz nun die Strafe von 100 Millionen US-Dollar, die das Unternehmen nun zahlen muss.

Nicht nur BitMEX – weltweit regulatorischer Druck von Behörden

“Dieser Fall unterstreicht die Erwartungen, dass die Branche der digitalen Vermögenswerte, die immer mehr Marktteilnehmer anzieht, ihre Verantwortung in der regulierten Finanzbranche und ihre Pflichten zur Entwicklung und Einhaltung einer rechtskonformen-Kultur ernst nimmt”, so Rostin Behnam, der amtierende Vorsitzender der Commodity Futures Trading Commission, in der veröffentlichten Meldung. Und weiter gab er bekannt, dass “die CFTC umgehend massive Maßnahmen ergreifen” werde, “wenn Aktivitäten, die sich auf die der CFTC unterstellten Märkte auswirken, Bedenken hinsichtlich des Kunden- und Verbraucherschutzes aufwerfen”.

Seit der Klage hat sich BitMEX darum bemüht, das Vertrauen der Behörden zurückzugewinnen. So gab das Unternehmen erst am 6. Juli 2021 bekannt, dass BitMEX die erste größere verifizierte Derivate-Börse sei. 100 Prozent der Kunden seien verifiziert. Möchte man jetzt ein BitMEX-Konto anlegen, muss man einen gründlichen Identitäts-Bestätigungs-Vorgang durchlaufen.

Weltweit erleben Krypto-Handelsplattformen aktuell, dass sie nicht abseits des Gesetzes stehen. Behörden üben verstärkt Druck auf Krypto-Börsen aus, wie auch Binance momentan deutlich zu spüren bekommt. Die CFTC ist eine unabhängige amerikanische Behörde, die das Ziel hat, Handelspartner vor betrügerischen Praktiken zu schützen. Dass die CFTC die Worte ernst meint, strenge Maßnahmen zu ergreifen, um Verbraucher zu schützen, beweist der aktuell beigelegte Rechtsstreit mit BitMEX.



Eine Quelle: btc-echo.de

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