
Die Staatsduma hat in erster Lesung einen Gesetzentwurf zu Verwaltungsstrafen für Verstöße gegen die Gesetze zum Kryptowährungs-Mining verabschiedet. Die russische Regierung hat Änderungen eingebracht, die Kapitel 15 des Verwaltungsgesetzbuches um einen neuen Artikel 15.50 ergänzen.
Für den Bergbau in Regionen, in denen er durch Beschluss der Bundesregierung verboten ist, werden Einzelpersonen mit einer Geldstrafe zwischen 100.000 und 150.000 Rubel und der Beschlagnahme der Ausrüstung belegt, Beamte mit einer Geldstrafe zwischen 300.000 und 800.000 Rubel und Organisationen mit einer Geldstrafe zwischen 1 Million und 2 Millionen Rubel und der Beschlagnahme der Ausrüstung oder der Aussetzung des Betriebs für bis zu drei Monate.
Bei Bergbau ohne Eintragung in das staatliche Register oder bei Überschreitung der zulässigen Energieverbrauchsgrenze droht Einzelpersonen eine Geldstrafe von 100.000 bis 150.000 Rubel, Beamten eine Geldstrafe von 200.000 bis 300.000 Rubel, Einzelunternehmern eine Geldstrafe von 300.000 bis 400.000 Rubel und Unternehmen eine Geldstrafe von 400.000 bis 500.000 Rubel.
Die gleiche Strafe gilt für diejenigen, die Ausrüstung für den illegalen Bergbau bereitstellen.
In der Begründung des Gesetzentwurfs begründen die Verfasser die Notwendigkeit von Strafen mit jährlichen Verlusten aus illegalem Bergbau in Höhe von 19,6 Milliarden Rubel. Davon entfallen 10 Milliarden Rubel auf Verluste von Energieunternehmen, der Rest auf Steuerausfälle, die dem Staatshaushalt durch Steuerhinterziehung entstanden sind. Unter Berufung auf Daten des Ministeriums für Statistik und Informationstechnologie (MTS) geben die Verfasser in der Begründung an, dass zu Jahresbeginn 197.000 illegale Bergbaubetriebe in Russland identifiziert wurden und deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 44 % gestiegen ist.
Ende März wurde in der Staatsduma ein weiterer Gesetzentwurf eingebracht. Dieser sieht Strafen für illegalen Bergbau vor, sofern dieser erhebliche Schäden verursacht oder dem Bergbauunternehmen hohe Gewinne einbringt. Laut der Initiative könnten besonders vorsätzliche Täter mit Geldstrafen von bis zu 2,5 Millionen Rubel, der Einziehung von Vermögenswerten und Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren belegt werden.
