Neuer Bericht von Goldman Sachs: So bullish sind Family Offices auf Bitcoin, Ethereum & Co.

Die US-Investmentbank Goldman Sachs hat einen neuen Bericht über Krypto-Investitionen veröffentlicht und darin einige interessante Einblicke in die Krypto-Kauf-Absichten von Family Offices gegeben.

Immer mehr Family Offices, immer größeres Interesse an Krypto

Der Bericht mit dem Titel „Family Office Investment Insights“ zeigt: Viele dieser Offices haben zwar noch nicht in Kryptowährungen wie Bitcoin und Co. investiert – es ist allerdings geplant. Die 150 befragten Family Offices stammen aus Nord- und Südamerika (54%), Europa (23%), Asien (23%) sowie dem Nahen Osten und Afrika (23%).

Wie Goldman in der Analyse schreibt, haben die meisten Gesellschaften noch kein Engagement in Kryptowährungen. Fast die Hälfte aller Teilnehmer denkt allerdings darüber nach, in Zukunft in Kryptowährungen zu investieren. Der Bericht:

„Die Landschaft der digitalen Vermögenswerte hat ein erhebliches Wachstum erfahren, und der Fokus von Family Offices auf diesen Bereich hat parallel dazu zugenommen.“

Allerdings gibt es immer noch Bedenken und Vorurteile bezüglich einer Investition in Kryptowährungen. Die größte Sorge bei den Teilnehmern, die noch nicht in Kryptowährungen investiert haben, ist die Frage, ob Bitcoin ein geeignetes Wertaufbewahrungsmittel darstellt.

Einigen ist auch die zugrundeliegende Infrastruktur suspekt, beispielsweise mangelt es an Vertrauen gegenüber Krypto-Börsen. Andere äußern mangelndes Verständnis über die Technologie, die hinter Kryptowährungen steckt. Und natürlich darf auch nicht der Energieverbrauch beim Bitcoin-Mining fehlen – den halten ebenfalls viele Anleger für ein Problem (wenngleich Studien zeigen, dass bereits mehr als 70% von eneuerbaren Energiequellen stammen).

Großes Interesse an „Innovationen im Ökosystem der digitalen Assets“

Goldman zufolge würden „einige Family Offices Kryptowährungen als eine Möglichkeit in Betracht ziehen, sich für eine höhere Inflation, anhaltend niedrige Zinsen und andere makroökonomische Entwicklungen nach einem Jahr beispielloser globaler monetärer und fiskalischer Anreize zu positionieren”. Damit nicht genug. Goldman betont im Bericht, dass auch Interesse am breiteren Digital-Asset-Ökosystem besteht:

„Außerdem zeigen unsere Gespräche mit Family Offices, dass sie nicht nur an Kryptowährungen interessiert sind, sondern auch an sondern auch an Innovationen im Ökosystem der digitalen Assets.“

Hintergrund Family Office: Der Begriff Family-Office stammt aus dem Englischen und bezeichnet eine Gesellschaft, die das private Großvermögen einer Eigentümerfamilie verwaltet. Es gibt auch sogenannte Multi-Family-Offices – die verwalten dann das Vermögen mehrerer Familien. Bis vor zwanzig Jahren waren Family Offices hierzulande kaum bekannt. Zwischenzeitlich gab es hier allerdings einen kleinen Boom – auch bedingt durch die Finanzkrise 2007. Schätzungen zufolge gibt es in Deutschland mittlerweile mehr als 400 Family Offices.

Und wie Goldman Sachs kommentiert, wächst das von diesen Family Offices verwaltete Vermögen weiterhin rasant. Das führt wiederum zu einem zunehmend institutionalisierten Ansatz. Family Offices investieren oft auch neben anderen traditionellen institutionellen Anlegern, und in vielen Fällen betrachten die kapitalbeschaffenden Unternehmen solche Family Offices als günstige Investitionspartner.

Das hat mehrere strategische Gründe, betont Goldman: Einerseits neigen Family Offices zu einem langen Zeithorizont für Investitionen, da sie sich hauptsächlich auf den generationenübergreifenden Vermögenstransfer konzentrieren. Sie wenden bei Investitionen ähnliche Prüf-Verfahren an wie herkömmliche institutionelle Anleger, können aber einen Vermögenswert über die üblichen Zeiträume hinaus halten (beispielsweise fünf bis sieben Jahre bei Private Equity). Hinzu kommt, dass sie nicht von einem vorher festgelegten Ausstiegszeitpunkt abhängig sind.

Perspektivisch also durchaus bullish für Bitcoin.

Eine Quelle: btc-echo.de

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