Blockchain

Coinbase Germany erhält BaFin-Lizenz für Kryptoverwahrgeschäft

Als erstes deutsches Krypto-Unternehmen erhält Coinbase Germany die offizielle Absegnung der BaFin. Damit steht einer Expansion in Europa nichts mehr im Wege.

Seit der Bundestag Ende 2019 das Gesetz zur Umsetzung der Änderungsrichtlinie zur vierten EU-Geldwäscherichtlinie verabschiedet hat, gibt es in Deutschland so etwas wie eine Krypto-Regulierung. Allerdings ist das Gesetz bisher nicht wirklich auf fruchtbaren Boden gefallen – obschon theoretisch ein Rahmen für voll regulierte Bitcoin-Unternehmen bestünde. Stand gestern (Montag, 28. Juni) gibt es aber einen ersten Erfolg zu vermelden.


Die US-Bitcoin-Börse Coinbase hat als erstes Krypto-Unternehmen die offizielle Absegnung als Kryptoverwahrerin erhalten. Juristisch präziser gesprochen hat die BaFin der Coinbase Germany GmbH “die Erlaubnis zur Erbringung des Kryptoverwahrgeschäfts” erteilt. Coinbase Germany ist damit die erste von BaFin-Gnaden durchregulierte Krypto-Börse, die das Kryptoverwahrgeschäft im Sinne des aktualisierten Kreditwesengesetzes betreiben darf. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Unternehmens hervor.

Die Erlaubnis zeigt: Die BaFin ist durchaus handlungsfähig und bereit, entsprechende Lizenzen an Unternehmen herauszugeben. Vor allem für hiesige Kund:innen ergibt sich durch die Erlaubnis ein klarer Vorteil. Schließlich beaufsichtigt die Behörde Coinbase Germany von nun an, wodurch ein klarer regulatorischer Rahmen für die Erbringung des Dienstleistungsangebots für deutsche Kund:innen geschaffen wird. Laut BaFin-Informationen hat die Aufsichtsbehörde mit der Verabschiedung der EU-Geldwäscherichtlinie auch Geschäftsbereichs- und Referats-übergreifendes Team zusammengestellt, das sich mit den komplexen Fragen rund um das Kryptoverwahrgeschäft befasst. Die Krypto-Kompetenz der BaFin dürfte sich also auf dem aufsteigenden Ast befinden.

“Die Erteilung der Lizenzen ist der Höhepunkt monatelanger harter Arbeit des Coinbase Teams, in enger Zusammenarbeit mit der BaFin”, sagt Marcus Hughes, Managing Director für Coinbase in Europa. “Die Lizenzen in Deutschland sind auch ein wichtiger Meilenstein für Coinbase. Sie unterstreichen unsere Mission, weltweit eine Vorreiterrolle bei der Vergrößerung der wirtschaftlichen Freiheit einzunehmen. Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt auf unserer internationalen Reise […].”


Als führende europäische Aufsichtsbehörde kann Coinbase mit der Lizenz nicht nur in Deutschland operieren, sondern auch im europäischen Ausland expandieren.

Coinbase-Aktie profitiert

Ob sich mit der Erlaubnis auch etwa das Produktangebot auf Coinbase Germany ändert, ist allerdings unklar. Schließlich gab es auch vor der Lizenz einen Auftritt des in den USA ansässigen Unternehmens. Krypto-Begeisterte konnten also bereits seit geraumer Zeit über Coinbase in Bitcoin und Co. investieren. Eine entsprechende Presseanfrage blieb bis Redaktionsschluss unbeantwortet.

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Der Aktienkurs von Coinbase hat die Meldung trotzdem erwartungsgemäß gut aufgenommen: Zur Stunde steht der Titel (WKN: A2QP7J / ISIN: US19260Q1076) 3,2 Prozent im Plus, verglichen mit dem Vortag. Auf Wochensicht notiert COIN sogar 12,3 Prozent im Plus.

Hält Coinbase, was es verspricht? Im BTC-ECHO Ratgeber haben wir Coinbase auf Herz und Nieren getestet. Zur Review geht es hier entlang.


Eine Quelle: btc-echo.de

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