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Südkorea: elf Kryptobörsen müssen ihren Betrieb einstellen

Eine ganze Reihe von mittelgroßen Kryptowährungsbörsen in Südkorea werden laut lokalen Medien ihre Pforten schließen. Die Finanzaufsichtsbehörde FSC scheint bestrebt, ihr neues Gesetz knallhart durchzusetzen.

Ganze elf Kryptobörsen in Südkorea wurden auf Geheiß der dortigen Finanzaufsichtsbehörde Financial Services Commission (FSC) geschlossen, wie lokale Medien berichten. Offenbar waren den Ermittlern einige illegale Aktivitäten aufgefallen. Den Berichten zufolge werden die elf Börsen, die betrügerische Sammelkonten verwendet haben sollen, höchstwahrscheinlich ihren Betrieb einstellen müssen. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln bereits. Die Namen der Börsen wurden zwar noch nicht bekannt gegeben. Es gilt aber als ausgeschlossen, dass sie noch eine Genehmigung für den Betrieb durch die FSC erhalten.


Für einige Branchenbeobachter kommt diese Maßnahme gewiss nicht überraschend. Die FSC schreibt nämlich die Verwendung von Real-Name-Konten für den Geschäftsbetrieb der Kryptobörsen vor. Die meisten Betreiber jedoch kamen dieser Vorschrift nicht nach. Eine Ausnahme dabei stellten lediglich die großen Platzhirsche Upbit, Bithumb, Coinone und Korbit dar. Mehrere mittelgroße Kryptobörsen in Südkorea kündigten bereits an, ihre Dienste einzustellen. Dazu zählt etwa Darlbit, das den Berichten zufolge den Betrieb gänzlich einstellt. BitSonic dagegen kündigte eine “vorübergehende Einstellung” des Services an, während es seine Systeme erneuert. In dieser Phase soll ein neues Sicherheitsmanagement entstehen, um einen FSC-konformen Handel zu gewährleisten. 


Neues Gesetz für Krytobörsen in Südkorea seit 25. März

Am 25. März war in Südkorea ein neues Gesetz in Kraft getreten, das insbesondere den kleineren Börsen ein großer Dorn im Auge ist. So ist in diesem Gesetz unter anderem das Verbot für südkoreanische Bitcoin-Börsen enthalten, ihre Orderbücher miteinander zu teilen. Die Binance-Tochter Binance Korea zog sich bereits im Dezember 2020 zurück und nannte als Grund mangelndes Handelsvolumen sowie fehlende Liquidität. Dabei hat Binance derzeit rund um den Globus Schwierigkeiten mit den Regulierungsbehörden. Zuletzt hieß es auch aus Italien, dass Binance dort nicht befugt sei, Investitionsdienstleistungen anzubieten. Doch dies ficht Binance-CEO Changpeng “CZ” Zhao nicht an. Aufgrund eines fehlenden (oder soll man sagen: nicht eingestandenen?) Hauptquartiers argumentiert er stets, die entsprechenden Regulierungsbehörden seien für seien Unternehmen nicht zuständig. 

Ab dem 25. März 2021 unterliegen die registrierten Kryptobörsen in Südkorea überdies den Anforderungen zur Bekämpfung der Geldwäsche (Anti Money Laundering), wie der Pflicht, die Identität der Kunden zu überprüfen und Berichte über verdächtige Transaktionen einzureichen. Bereits in Südkorea bestehende Exchanges erhielten eine Frist von sechs Monaten (bis zum 24. September 2021), um sich vor der Aufnahme ihrer Geschäftstätigkeit bei der Korea Financial Intelligence Unit (KoFIU) registrieren lassen, andernfalls werden sie mit Strafen belegt.


Eine Quelle: btc-echo.de

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