Blockchain

MicroStrategy kauft abermals Bitcoin auf Pump – Bogen überspannt?

Täglich grüßt der Gigachad: MicroStrategy will weitere 400 Millionen US-Dollar für Bitcoin-Käufe einsammeln. Verzockt sich das Unternehmen bei dem Deal?

Allen Bitcoin-Kurskapriolen zum Trotz ist MicroStrategy weiterhin bullish. Zum wiederholten Male will das Business-Intelligence-Unternehmen BTC auf Pump kaufen. Denn wie MicroStrategy in einer entsprechenden Pressemitteilung bekannt gab, bietet es institutionellen Investor:innen sogenannte Senior Secured Notes im Gesamtwert von 400 Millionen US-Dollar (USD) an. Es ist fast schon müßig zu erwähnen, dass das Nasdaq-gelistete Unternehmen die Erträge aus dem Verkauf natürlich in Bitcoin investieren will. Da die Kurse aus Sicht des Unternehmens gerade günstig stehen, könnte MicroStrategy nach dem Deal 12.500 weitere BTC sein Eigen nennen – gesetzt den Fall, das von Michael Saylor geführte Unternehmen verkauft seine Schuldscheine vollständig ab.


Dabei ist MicroStrategy bereits jetzt “Bitcoin rich”: Laut bitcointreasuries.org, einer Website, die die Bitcoin-Bestände von Unternehmen beobachtet, hält MicroStrategy aktuell 92,079 BTC im Gesamtwert von knapp drei Milliarden USD. Mit dem angedachten Zukauf würde das Unternehmen also einen weiteren Meilenstein bei 100.000 BTC nehmen.

Neben bullisher Einkaufspolitik kündigt der Softwarehersteller, der in regelmäßigen Abständen bei BTC kräftig zulangt, zudem die Gründung zweier Tochterunternehmen an. So soll MicroStrategy Services Corporation für die Verwaltung der neuen Schuldscheine zuständig sein. Diese sind laut Pressemitteilung von den BTC gedeckt, die das Unternehmen nun zukaufen will. Die bereits bestehende, prall gefüllte digitale Schatzkammer verwaltet indes MacroStrategy LLC, eine weitere Tochter des Börsenunternehmens.

Die bestehenden rund 92.079 Bitcoins von MicroStrategy werden von einer neu gegründeten Tochtergesellschaft, MacroStrategy LLC, gehalten,

heißt es in der Mitteilung.

MicroStrategy geht all-in

Das Risikoprofil der Unternehmensführung ist schon erstaunlich. Zwar senkt MicroStrategy mit dem jüngsten Zukauf seinen durchschnittlichen Einstiegspreis deutlich ab. Mittlerweile dürfte das Unternehmen aber im Hinblick auf seine Bitcoin-Politik in den roten Zahlen stehen. Denn anders als Tesla hat MicroStrategy bisher keine BTC verkauft, sondern Hodlt wie ein Weltmeister. Doch wie lange geht das gut?


Dass das Unternehmen mit seinen Bitcoin-Einkäufen den Bogen überspannt hat, legt auch ein Blick in den aktuellen Geschäftsbericht an die Börsenaufsicht SEC nahe. Darin heißt es:

Das Unternehmen erwartet für die drei Monate bis zum 30. Juni 2021 einen Verlust in Höhe von mindestens 284,5 Millionen US-Dollar im Zusammenhang mit seinen Bitcoin-Investments.

Auch die Aktionäre beäugen den aggressiven Kurs des 1989 gegründeten Unternehmens argwöhnisch. Mit 469 USD rangiert der Stückpreis der Aktie (Ticker: MSTR, ISIN: US5949724083) rund 61 Prozent unter dem Allzeithoch bei 1.272 USD – und bewegt sich seit geraumer Zeit in einem eindeutigen Abwärtstrend.

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MSTR-Kursverlauf. Quelle: Yahoo Finance.

In Kurz: Weder BTC noch MSTR konnten von den neuesten Einlassungen des als “Gigachad” bezeichneten MicroStrategy-CEO Michael Saylor an positivem Momentum hinzugewinnen.

Neuer ETF mit Bitcoin-Bezug am Horizont

Sollte BTC aber wieder in den Bullenmodus schalten, könnten sich die Winde auch für MSTR schlagartig drehen. Schließlich nehmen immer mehr Krypto-fokussierte Indexfonds, sogenannte ETFs, den Titel ins Portfolio auf.

So auch Volt Equity. Das ETF-Start-up hat am 7. Juni den entsprechenden Antrag bei der SEC eingereicht. Im Gegensatz zu reinen Bitcoin ETFs haben Indexfonds mit einer indirekten Partizipation am Bitcoin-Kurs sehr gute Chance auf eine Genehmigung. Volt Equity will bis zu 25 Prozent des Fondsvolumens in den MSTR-Titel investieren.


Eine Quelle: btc-echo.de

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